Fused Deposition Modeling (FDM)

Bei dem FDM-Verfahren handelt es sich um ein 3D-Druckverfahren, bei dem ein drahtförmiger Kunststoff aufgeschmolzen und auf ein Heizbett gepresst wird. Es gibt verschiedene Aufbauten von FDM-Druckern. Unter anderem einen Core-XY Aufbau, auf den sich dieser Artikel bezieht. Dort wo das Bauteil entstehen soll wird eine Schicht auf eine beheizte Druckplatte gedruckt. Anschließend senkt sich das Druckbett um einen vordefinierten Z-Wert ab und die nächste Schicht wird aufgetragen. Dabei wird das Material über einen Extruder an das sogenannte Hotend transportiert. Im Hotend wird das Material aufgeschmolzen und in die Düse befördert. Aus der Düse wird dann ein Materialstrang gepresst, der die einzelnen Linien einer Druckschicht ausfüllt. So entsteht schichtweise ein Bauteil. Die Druckplatte sollte beheizt sein, damit eine bessere Haftung während des Druckens gewährleistet ist. In der Regel werden die verwendeten Materialien im Hotend auf Temperaturen zwischen 190°C und 280°C erhitzt. Zusätzlich sorgen Lüfter dafür, dass die Materialführung durch die Düse weiterhin möglich ist, ohne das diese verstopft. Das FDM-Verfahren ist eines der beliebtesten 3D-Druckverfahren, da es eine vielseitige Materialpalette und kostengünstige 3D-Drucker gibt.Das FDM-Verfahren findet Anwendung, sowohl im künstlerischen, als auch im funktionalen Bereich. Dieses 3D-Druckverfahren ist ein Allrounder, aufgrund der breiten Auswahl an Materialien. Mit PLA, ABS und PETG lassen sich mechanische Bauteile, die Beanspruchung erfahren wunderbar realisieren. Mit flexiblen Materialien, wie zum Beispiel TPU lassen sich Hüllen oder Dämpfungen herstellen. Aber auch Figuren, Giveaways oder andere Demonstratoren können im FDM-Verfahren 3D-gedruckt werden. Allerdings muss man, wenn man eine möglichst glatte Oberfläche haben möchte eine lange Druckzeit und professionelle Nachbearbeitung vornehmen.